Uncanny X-Men: Band 3 + 4 [Review]

Das altbekannte Rassismus-Thema dürfte einige dabei vielleicht eher nerven, aber solange dieses Problem in der realen Welt weiterhin existiert (und aktuell scheint es damit ja eher noch schlimmer als besser zu werden), ist eben leider bitter nötig, weiterhin solche Geschichten zu schreiben, um speziell jungen Menschen, die noch nicht so gefestigt sind, die entscheidenden Denkanstöße zu liefern.
Zudem sahen die X-Men sich, nicht nur aufgrund des nur teilweise freiwillig eingesetzten Heilmittels, schon lange nicht mehr so arg in die Ecke gedrängt wie hier, weshalb sie fortan aus dem Untergrund agieren und nicht mehr als belehrende Superhelden auf PR-Tour, sondern vielmehr als Rebellen, für die der Fortbestand und das Wohl ihrer eigenen Spezies im Vordergrund stehen, unterwegs sind. Unterm Strich ergibt das phasenweise echt harte Kost, die zudem mit eher ungewohnten, aber eben auch nicht minder coolen Konstellationen punkten kann, zwischenzweitig einen Twist liefert (und ebenso schnell wieder rückgängig macht), mit dem sich die X-Men auch halbwegs plausibel ins MCU integrieren ließen und letzten Endes mit der natürlich wenig überraschenden Rückkehr der ganzen Verschollenen eine schöne Ausgangslage für die beiden Nachfolgeserien"House of X" und "Powers of X" liefert, die hierzulande übrigens nicht parallel, sondern in gemeinsamen Trades erscheinen, die dann jeweils ein bis zwei US-Hefte beider Reihen beinhalten. Der entsprechende erste Band liegt bereits auf meinem Lesestapel und wird hier dann ebenfalls in Bälde unter die Lupe genommen und rezensiert. (elfo)
Seitenzahl: 220 / 156
Format: Softcover
Preis: 22 € / 16,99 €
Verlag: Panini Comics
Cover-Copyright: Panini Comics / Marvel