Better Call Saul - Staffel 5: Episode 1 - Magic Man [Review]

Jimmy ist zurück, nennt sich, wie wir seit dem Finale der letzten Staffel ja bereits wissen, mittlerweile Saul Goodman und hatte in der Premierenwoche überraschenderweise gleich zwei neue Episoden im Schlepptau, von denen es hier zunächst aber lediglich um die erste gehen soll. Eine Spoiler-Warnung könnte ich mir dabei im Grunde fast verkneifen, da die Serie ihrer Tradition treu bleibt und weiterhin nur recht gemächlich vorankommt, weise aber natürlich dennoch darauf hin, dass ihr die Folge im Idealfall erstmal selbst gucken solltet. Wo das nun geklärt wäre, kommen wir auch direkt schon zum Highlight der Episode, das bereits im in der Post-Breaking-Bad-Ära spielenden Cold Open stattfindet, wo Sauls Alter Ego Gene in der Mall von einem aus Albuquerque stammenden Proleten erkannt wird, prompt einen Anruf beim moralisch flexiblen Staubsaugerverkäufer Ed Galbraith tätigt, nur um bereits während des Telefonats wieder umzuschwenken und zu entscheiden, das Ganze doch lieber selbst zu regeln. Man darf gespannt sein, auch wenn die Auflösung sicher noch ein wenig auf sich warten lassen wird.

In der Seriengegenwart wiederum wird dann erstmal der Laborbau auf Eis gelegt, da Lalo Salamanca nicht nur extrem neugierig, sondern auch ganz schön evil zu sein scheint. Die Almans dürfen daher zur großen Überraschung vieler (inklusive voller Bezahlung) wieder zurück nach Hause, wobei Troublemaker Kai von Mike, der immer noch an der Geschichte mit Werner zu knabbern hat, aber zumindest nochmal eine ordentliche Schelle kassiert.

Saul rührt derweil in eigener Sache massiv die Werbetrommel und stattet der kriminellen Unterwelt der Stadt, die ihn ja noch als Jogginganzug tragenden Wegwerfhandyverkäufer in Erinnerung hat, wo nach Startschwierigkeiten schließlich doch einige anbeißen, nachdem er spontan mit Rabattaktionen um sich wirft. Und während der "Magic Man" sichtbar immer mehr Freude daran hat, endlich das tun zu können, was er insgeheim immer wollte, ohne dabei krampfhaft der Anerkennung seines Bruders, der ihn ohnehin stets verachtete, hinterherzugeiern, übersieht er voll und ganz, dass der wichtigste Mensch in seinem Leben, mehr und mehr an seiner Transformation zu Grunde geht. Das Thema Kim dürfte sich dann wohl in Bälde erledigt haben. Eventuell ja schon in einer der nächsten Episoden, die ab sofort übrigens wieder im gewohnten wöchentlichen Rhythmus ausgestrahlt werden. Gut so. (elfo)

Laufzeit: ca. 54 Minuten
Freigabe: FSK 16
Picture-Copyright: Warrick Page / AMC / Sony Pictures Television
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