Rick And Morty: Band 3 + 4 [Review]

Wer Gefahr läuft, vor lauter Ungeduld irgendwann vielleicht urplötzlich zu implodieren, hat derweil nach wie vor die Möglichkeit, sich die restliche Warterei mit den dazugehörigen Comics aus dem Hause Panini ein wenig erträglicher zu gestalten. Diese lassen einen erwartungsgemäß auch in der dritten, sowie vierten Runde wieder ungläubig im Lesesessel mit der Frage verharren, was für einen unglaublichen Irrsinn man da eigentlich gerade konsumiert hat und stehen der TV-Version somit erneut in absolut nichts nach. So wird auch diesmal wieder schlechten Endzeitfilmen aus den 80ern gehuldigt, während das Body-Horror-Genre zumindest angeschnitten wird und irdische Probleme wie beispielsweise das Glücksspiel auf ein intergalaktisches Niveau übertragen werden.
Zudem erdreisten sich die Macher dazu, die in diesem Zusammenhang gern und oft zitierte Kultserie "Doctor Who" durch den Kakao (beziehungsweise Dreck) zu ziehen, indem sie einen außerirdischen Abenteurer einführen, der mit einem obskuren Tardis-Verschnitt unterwegs ist und bezüglich seiner stets weiblichen Companions in Wahrheit eigentlich nur eines im Sinn hat. Rick mutiert derweil zu einer Art Weltraum-Heisenberg und Morty wird zum Anabolika-Proll und Basketball-Star, während die Kaffemaschine der Familie Smith ein Bewusstsein entwickelt und sich bei jeder Benutzung lautstark darüber echauffiert, dass ihr der Arsch brennt. Keine Ahnung, was für ein Zeug die Macher der Serie rauchen, aber so ganz schlecht kann es nicht sein. (elfo)
Seitenzahl: jeweils 132
Format: Softcover
Preis: jeweils 15 €
Verlag: Panini Comics
Cover-Copyright: Panini Comics / Cartoon Network