Kick-Ass: Frauenpower - Band 3 [Review]

Ich hatte es ja schon einmal erwähnt, dass uns die moderne Popkultur gelehrt hat, dass es keine gute Idee ist, in Albuquerque ein Doppelleben zu führen, welches irgendwie mit der kriminellen Unterwelt zu tun hat. Auch Protagonistin Patience lernt dies im dritten Band des Kick-Ass-Reboots nun endgültig auf die harte Tour und hat das Blut, wie es auf dem Cover zu sehen ist, nicht bloß in ihrem Gesicht, sondern mehr und mehr auch an ihren Händen kleben.

Die Abwärtsspirale dreht sich unaufhaltsam weiter und führt dabei trotz eigentlich ehrenwerter Absichten zu einer moralisch stetig flexibler werdenden Grundhaltung. Irgendwo zwischen Bandenkriegen, Erpressung innerhalb der eigenen Familie, sowie Mord und Totschlag fliegen die Folgen ihres neuen Lebensstils Patience hier immer heftiger um die Ohren und rufen schließlich noch eine nicht minder brutale Antagonisitin auf den Plan, die nicht nur ordentlich am Splatter-Level schraubt, sondern die Serie zudem auch noch um ein wenig überzeichneten Tarantino-Flair bereichert.

Solltet ihr bislang nur die beiden Filmadaptionen kennen und diese eventuell als etwas zu albern empfinden, dann glaubt mir, wenn ich euch sage, dass Kick-Ass 2.0 wirklich eine komplett andere Hausnummer ist, mehr oder weniger ohne Gags auskommt und sich abseits dieser ganzen Action- und Gewalteskapaden wohl am ehesten als Drama bezeichnen lassen sollte. Neben der gewohnt harten Kost gibt es diesmal zudem einen extrem coolen Cliffhanger, der für die hoffentlich bald erscheinende Fortsetzung dann wohl endgültig den ultimativen Abriss bedeuten dürfte. Alles in allem erneut ganz, ganz großes Kino! (elfo)

Seitenzahl: 132
Format: Softcover
Preis: 20 €
Verlag: Panini Comics
Cover-Copyright: Panini Comics
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