Avengers: Standoff - Ohne Ausweg! [Review]

Der dritte Sammelband der aktuellen Avengers-Reihe macht genau da weiter, wo der letzte aufgehört hat. Nämlich in Pleasant Hill, dem vermeintlich idyllischen Vorzeigestädtchen, welches sich am Ende des ersten Bandes als realitätsverzerrendes Geheimgefängnis entpuppte, dessen Insassen dank kosmischer Gehirnwäsche das Leben von Normalos führten, ohne auch nur noch die leiseste Ahnung von ihrer kriminellen Vergangenheit zu haben.

Ich sehe in dieser Grundidee nach wie vor einen echt spannenden Diskussionsansatz, der hier jedoch ohnehin erstmal hinfällig wird, da ein Superschurke nach dem anderen "aufwacht" und die Situation entsprechend schnell vollends aus dem Ruder läuft. Konnte man beim ersten Band dieses Zweiteilers noch von einem wirklich spannenden Verschwörungsthriller sprechen, so bietet die (finale) Fortsetzung in erster Linie leider nur noch einen totalen Action-Overkill. Der interessanteste Aspekt ist natürlich der plötzlich wieder in all seiner jugendlichen Schönheit erstrahlende Steve Rogers und die damit einhergehenden, stetig lauter werdenden Selbstzweifel seines Cap-Nachfolgers Sam Wilson. Ansonsten könnte man aber durchaus meinen, Michael Bay hätte hier in beratender Funktion mitgewirkt.

Nicht falsch verstehen, dieser Royal Rumble der Superhelden und Superschurken macht durchaus ziemlich Bock, aber da wäre eben auf jeden Fall auch Potenzial für eine wesentlich geilere Fortführung der ansich ja echt genial gestarteten Storyline vorhanden gewesen. So bleibt's unterm Strich halt ein gutes, kurzweiliges Marvel-Event, an welches man sich aber wohl lediglich dank der Rogers-Verjüngung auch noch in einigen Jahren erinnern wird. (elfo)

Seitenzahl: 148
Format: Softcover / limitiertes Hardcover
Preis: 14,99 € / 20 €
Verlag: Panini Comics
Cover-Copyright: Panini Comics / Marvel
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