Justice League: Ausbruch [Review]

Die Justice League geht in ihre zweite Paperback-Runde und Autor Bryan Hitch präsentiert uns dabei diesmal quasi eine Art Original-Sin-Ausgabe (Marvel-Leser wissen bescheid), in der die geheimen Ängste der Team-Mitglieder zu Tage gefördert werden. Und wenn Superhelden unter plötzlichen Panikattacken leiden, dann kann das schon mal ordentlich eskalieren und in diesem Fall sogar dazu führen, dass sich Batman und Superman gegenseitig an die Gurgel gehen.

Direkt im Anschluss an diese Psychospielchen bekommt es die Truppe dann mit einem außer Kontrolle geratenen Computervirus zu tun, welcher digital Amok läuft und sich in alles hackt, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist, was zur kompletten Zerstörung der Bat-Höhle führt und um ein Haar den Wachturm der Liga auf San Francisco stürzen lässt. Selbst Simon Baz' Ring und sogar Cyborg himself können von dem hinterlistigen Programm übernommen werden, bevor es im großen Finale dann schließlich die halbe Unterwelt anlockt, um Supie und co endgültig den Garaus zu machen.

Wobei man hier wohl eher von der unbekannteren Hälfte reden muss, da sich abgesehen von Scarecrow eigentlich nur B-Bösewichte wie zum Beispiel Major Disaster, Jinx oder Coldsnap in die Schlacht stürzen, was in der Masse aber natürlich auch nicht ganz ungefährlich bleibt. Unterm Strich wieder extrem viel Remmidemmi und Gekloppe, womit offenbar nach wie vor erstmal bei potenziellen Neulesern gefischt werden soll, die man mit dem bereits erwähnten Aufgebot der Superschurken aus der zweiten Reihe zudem ein wenig über den DC-Tellerrand blicken lassen möchte, ohne sie dabei inhaltlich zu überfordern. Für alle anderen bleibt es zumindest eine kurzweilige Lektüre für zwischendurch. Bei der nächsten Nummer darf es dann aber trotzdem gern etwas weniger Action sein. (elfo)

Seitenzahl: 156
Format: Softcover  limitiertes Hardcover (inkl. Metallschild)
Preis: 14,99 € / 24 €
Verlag: Panini Comics
Cover-Copyright: Panini Comics / DC Comics
Powered by Blogger.