X-Men - Gold: In der Falle [Review]

Das Secret Empire geht in die nächste Tie-in-Runde und nach dem zaubernden Weirdo Doctor Strange dürfen sich nun also auch die goldigen Mutanten damit auseinandersetzen, unter einer Darkforce-Kuppel voller Monster und Dämonen eingeschlossen zu sein.

Glücklicherweise verzichtet Autor Marc Guggenheim dabei jedoch auf stumpfe Nachahmungen und richtet den Fokus somit nicht schon wieder einfach nur auf spektakuläre Monster-Action, sondern viel mehr auf die Geschehnisse in der Jean-Grey-Schule, in der sich der unerfahrene Mutantennachwuchs vor all dem ganzen Irrsinn versteckt und sich schon bald mit einer ganz anderen Bedrohung auseinandersetzen darf. Ein neuer, von Xenophobie und Hass getriebener X-Cutioner hat sich nämlich Zugang zum Gebäude verschafft und läuft in allerfeinster 90er-Slasher-Manier Amok, was schließlich sogar in einer absoluten Katastrophe zu enden droht.

Aber auch außerhalb der Tie-in-Kapitel dreht sich wieder viel um das traurigerweise nach wie vor aktuelle Thema Rassismus und so müssen sich die einst von WEEZER besungene Kitty Pryde und ihr Team hier beispielsweise in Washington mit Politikern herumplagen, die sämtliche Mutanten am liebsten einfach abschieben würden und mit Hochdruck an einer entsprechenden Gesetzesänderung arbeiten. Ich habe es zwar schon mal geschrieben, wiederhole mich in diesem Fall aber gerne: Es wäre schön, wenn es irgendwann überhaupt nicht mehr nötig wäre, derartige gesellschaftliche Probleme in der neunten Kunst behandeln zu müssen und stattdessen einfach mal alle Menschen nett zueinander wären.

Aber das wird meine Generation wohl leider nicht mehr miterleben. Umso wichtiger ist es da, dass es noch solche Comics gibt, die die jungen Leute möglichst früh für diese Themen sensibilisieren und sie entsprechend zum Nachdenken anregen. Weiter so! (elfo)

Seitenzahl: 132
Format: Softcover
Preis: 15,99 €
Verlag: Panini Comics
Cover-Copyright: Panini Comics / Marvel
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