Doctor Strange: Blut im Äther [Review]

Bock auf die totale Freakshow? Dann seid ihr bei Marvels oberstem Zauberer Doctor Strange aber mal sowas von richtig. Dieser hat im vierten Paperback seiner aktuellen Reihe nämlich immer noch mit den Folgen der Ereignisse aus dem Zweiteiler "Die letzten Tage der Magie" zu kämpfen und ist so geschwächt wie selten zuvor, was sich natürlich auch schnell bei seinen Feinden herumgesprochen hat.

Und von denen hat man als Superheld zwangsläufig eine ganze Menge, weshalb der arme Doc hier nun also von einem Schlamassel ins nächste schlittert. Das Ding aus dem Keller (welches nur noch mit dem furchtbar unkreativen Namen Mister Misery angesprochen werden möchte), Baron Mordo, Satana, Dormammu und diverse weitere Gegenspieler haben es auf ihn abgesehen und lassen die Jagd auf ihn fast schon wie einen Wettstreit aussehen. Strange durchlebt hierbei nicht nur extrem gefährliche, sondern vor allem auch völlig absurde Situationen wie zum Beispiel den Verzehr eines dämonischen, sowie tödlichen Höllenschinkens, der ihn dazu zwingt, eine äußerst ekelerregende Reise ins Ich zu starten.

Völlig bizarr wird es dann, als auch noch Orb ins Spiel kommt, der nach wie vor mit Uatus Auge rumrennt und sich endgültig zu 'nem totalen Psycho entwickelt hat. Seine Charakterzeichnung könnte man tatsächlich fast schon als gruselig bezeichnen, wäre da eben nicht dieser Umstand, dass der Typ keinen Kopf, sondern einfach nur ein riesiges Auge hat.

Wer nicht weiß, wovon ich da rede, sollte einfach mal die Suchmaschine seines Vertrauens anschmeißen. In der entsprechenden Bildersuche dürfte es wohl sehr klare Antworten auf die Frage geben, warum es mir nach wie vor schwer fällt, den Kollegen als Superschurken ernstzunehmen. Wie dem auch sei, Orb stört im Grunde ja auch gar nicht, sondern passt hier tatsächlich sogar ziemlich gut in die eingangs erwähnte Freakshow. Ich fand die Serie bislang eh schon richtig gut, aber dieser Band ist mit seiner rasanten, bunten, sowie völlig überdrehten Story echt der totale Kracher. Geil auch, dass die Zeichnungen bei den ekligen Szenen immer besonders detailverliebt ausgefallen sind. Dieses Prinzip hat sich ja schon in der "Ren & Stimpy Show" bewährt und funktioniert auch hier wunderbar. Chapeau! (elfo)

Seitenzahl: 116
Format: Softcover
Preis: 12,99 €
Verlag: Panini Comics
Cover-Copyright: Panini Comics / Marvel
Powered by Blogger.