Hulk: Der total geniale Hulk [Review]


Was für ein mieses Timing. Heute ist internationaler Batman-Tag und ich komme hier mit dem neuen Hulk um die Ecke. Und wenn ich vom neuen Hulk rede, meine ich auch nicht einfach bloß eine neue Serie, sondern tatsächlich einen neuen Hulk.

Das Haus der Ideen übertreibt es in letzter Zeit ja ganz gerne mal mit Veränderungen und so präsentiert uns das brandneue Universum nun also auch noch einen neuen grünen Riesen. Dieser ist ein alter Kumpel von Bruce Banner, der Amadeus Cho heißt und, wie es der Name schon erahnen lässt, Asiate ist, was für einige vermutlich schon wieder Grund genug sein dürfte, sich in endlose, sowie nervige Diskussionen über vermeintlich aufgesetzte Political Correctness zu verzetteln. Die muslimische Ms. Marvel und die weibliche Thor lassen grüßen. Ich persönlich beurteile Menschen jedoch lieber nach ihrem Charakter und was das angeht, macht es Amadeus einem hier ehrlich gesagt nicht gerade einfach, sich auf Anhieb an ihn als neuen Hulk zu gewöhnen.

War man von seinem Vorgänger echt tragische Geschichten gewohnt, so muss man sich hier plötzlich mit einem Prahlhans auseinandersetzen, der dafür, dass er eigentlich zu den zehn intelligentesten Menschen der Erde zählt, extrem unreif auftritt und diese ganze Gamma-Nummer zu sehr auf die leichte Schulter nimmt. Einen "total genialen" Start in die neue Reihe bietet diese Geschichte, in der Amadeus es mit einer intergalaktischen Monsterjägerin zu tun bekommt, die wie eine Bodybuilder-Version von Harley Quinn aussieht, also leider nicht.

Da ist auf jeden Fall noch viel Luft nach oben, aber was nicht ist, kann ja noch werden und allein schon, um zu erfahren, was denn nun genau mit Bruce Banner passiert ist, werde ich hier auf jeden Fall noch weiter am Ball bleiben. (elfo)

100 Seiten, Softcover // 12,99 € // Cover-Copyright: Panini // paninicomics.de
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