Deadpool: Der durch die Hölle geht [Review]

Die neue Deadpool-Serie geht in die dritte Paperback-Runde und macht einem mal wieder bewusst, wie krass man teilweise doch hinterher hinkt, wenn man die Sachen nicht schon direkt in Heftform liest, sondern lieber auf die Trades wartet. Während seine ursprünglichen Mercs for Money in der parallel laufenden Sonderbandreihe schon längst durch ein neues Team ersetzt wurden, kommt es hier nun also erst zum endgültigen Bruch mit ihrem Boss, der die schwer verdiente Söldnerkohle lieber in die Avengers pumpt, anstatt seinen Schergen einfach gerechtere Löhne zu zahlen.

Aber nicht nur im Job liegt einiges im Argen. Auch Wades Ehe mit seiner Frau Shiklah, die ihn mit Werwölfen, Dämonen und komischen Tentakelwesen betrügt, hat bereits bessere Zeiten erlebt und die eher suboptimale Beziehung zu seiner unehelichen Tochter Ellie sorgt dann endgültig dafür, dass man ihn hier auch mal von einer ungewohnt sentimentalen Seite sieht.

Das fand ich tatsächlich mal richtig stark. Angst davor, die Serie könnte nun in allzu ernste Gefilde abdriften, muss aber auch niemand haben. Der übliche Irrsinn ist hier natürlich ebenfalls erneut stark präsent und stellenweise sogar ein wenig extremer als sonst.

Es spritzen nicht nur jede Menge Blut und Gedärme, sondern auch viel Kotze durch die Gegend und mitten im Kampf mit Black Panther wird hier sogar noch mal eben einer abgeseilt, was der König von Wakanda alles andere als witzig findet. Als Bonus gibt es dann noch eine verschollene Episode der Spidey-Serie aus den 80ern, in der Wade Firestar und Iceman dazu anstiftet, die Sinister Six brutal abzuschlachten. So macht Deadpool Spaß! (elfo)

Seitenzahl: 164
Format: Softcover / limitiertes Hardcover
Preis: 16,99 € / 22 €
Verlag: Panini Comics
Cover-Copyright: Panini Comics / Marvel
Powered by Blogger.