Justice League Of America: Der Fluch des Kingbutcher [Review]

Nachdem das Rebirth-Special mehr als vielversprechend ausfiel, konnte das erste reguläre Abenteuer rund um Batmans neue JLA ja leider eher weniger überzeugen und maximal als stumpfes Actionspektakel in Erinnerung bleiben. Autor Steve Orlando war also im Grunde jetzt schon angezählt, konnte die Karre, um direkt mal mit der Tür ins Haus zu fallen, mit dem hier vorliegenden zweiten Band glücklicherweise aber wieder aus dem Dreck ziehen.

Und auch wenn in Sachen Action natürlich erneut nicht gerade gegeizt wurde, liegt der Fokus diesmal viel stärker auf den einzelnen, total unterschiedlichen Charakteren des Teams, sowie den Fehlern und Problemen, die sie mit sich herumtragen. Genau diese Dinge sind es, die bei derart ungewöhnlichen Konstellationen den Reiz ausmachen und eben das wurde in diesem Band wirklich exzellent umgesetzt. Die Kämpfe gegen den titelgebenden Kingbutcher oder den im Tal der Monster aufgewachsenen Tarzan-Abklatsch Makson bieten da maximal einen soliden Rahmen. Interessant wird es hingegen immer genau dann, wenn es stärker in die Tiefe geht.

So machen die Serie, sowie ihre Protagonisten wirklich Spaß und der Cliffhanger am Ende lässt auch für die Zukunft durchaus Großes erahnen. Der einzige Schwachpunkt dieser Nummer ist, so ungern ich das auch sage, tatsächlich Lobo. Ich bin ja echt ein Fan des Präsis, aber der Gute wirkt im durchaus illustren Kreise der JLA einmal mehr einfach komplett deplatziert. Der Versuch, ihn nun quasi als DC-Pendant zum Neu-Avenger Deadpool zu etablieren, ging meiner Meinung nach komplett daneben und ich hoffe echt, dass man da bald ein Einsehen hat und ihm lieber wieder eine neue Solo-Serie gibt, die vor allem auch im verfräggten Weltall spielt. Ansonsten gibt es aber wirklich nichts zu meckern. (elfo)

Seitenzahl: 116
Format: Softcover
Preis: 13,99 €
Verlag: Panini Comics
Cover-Copyright: Panini Comics / DC Comics
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