Superman: Der Sohn von Superman [Review]

Der Mann aus Stahl ist tot, es lebe der Mann aus Stahl. Nachdem der New-52-Clark in "Die letzten Tage von Superman" nun also tatsächlich das Zeitliche segnen musste, geht es bei Panini Schlag auf Schlag, sowie ohne jegliche Verschnaufpause mit dessen Rebirth-Nachfolger weiter, der neben einer monatlichen Heftserie direkt auch noch eine neue Sonderbandreihe erhalten hat.

Und diese startet auch gleich mit einer guten Portion Pathos, als der neue Superman am Grab seines Vorgängers steht und ihm verspricht, aus dem Schatten zu treten, um künftig über diese Welt zu wachen. Diese Welt ist ihm gegenüber jedoch erstmal ganz schön skeptisch, vor allem Batman und die Justice League wissen noch nicht so recht, was sie von dieser ganzen Nummer halten sollen. Verständlich. Wenn jetzt der Commaaaander sterben würde und in etwa zeitgleich der vermeintliche Commaaaander aus einer anderen Realität anbieten würde, dessen Platz als Autor hier einzunehmen, wäre ich vermutlich auch erstmal etwas irritiert. Die große Chance, seine Tugendhaftigkeit unter Beweis zu stellen, erhält Clark (der hier aus undercovertechnischen Gründen übrigens mit Nachnamen Smith heißt - das hat er sich bestimmt vom Doctor abgeguckt) dann aber doch schneller, als ihm lieb ist, als er in der Festung der Einsamkeit auf einen kryptonischen Widersacher trifft, der auf eine unangenehme Art und Weise ein großes Stückchen Heimat in sich trägt.

Was folgt, ist eine ausschweifende Klopperei, die die Kontrahenten sogar bis auf den Mond führt und viel, viel Action liefert. Für meine Begriffe vielleicht auch ein bisschen zu viel, aber irgendwo macht das schon Sinn, da so ein Neustart ja auch immer ein Stück weit auf potenzielle Neuleser schielt und man diese natürlich nicht gleich komplett überfordern möchte. Richtig gut fand ich die Momente, in denen Clarks Sohn Jonathan (Moment mal, Jon Smith? Superman scheint tatsächlich ein Whovian zu sein, haha) im Fokus steht. Als wäre diese ganze Situation für einen kleinen Jungen nicht schon heftig genug, stellt er nämlich auch noch fest, nach und nach die Superkräfte seines Vaters zu erben, was eine überaus spannende Entwicklung für die DC-Zukunft verspricht. Abgesehen vom potthässlichen Cover gibt es hier wirklich nichts zu meckern. Rebirth geht bis jetzt echt ziemlich gut ab! (elfo)

Seitenzahl: 132
Format: Softcover / limitiertes Variant
Preis: 14,99 € / 18 €
Verlag: Panini Comics
Cover-Copyright: Panini Comics / DC Comics
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