Deadpool: Wade Wilson Superstar [Review]

Gemessen an dem Bohei, welches lange Zeit um die Inkursion, sowie die daraus resultierenden Secret Wars gemacht wurde, sind die Veränderungen im nachfolgenden, brandneuen Marvel-Universum bislang ja eher recht überschaubar ausgefallen und manche Serien liefen sogar einfach so weiter, als wäre nie etwas gewesen.

Ganz anders sieht die Sache da hingegen bei Publikumsliebling Deadpool aus, der diesen Status acht Monate nach den Ereignissen auf Battleworld plötzlich auch in der Comicwelt innehat und mit seiner Popularität so viel Kohle scheffelt, dass er sogar die Avengers finanzieren kann.

Weil er jedoch nicht an mehreren Orten gleichzeitig sein kann und damit der Rubel auch dennoch weiterhin kräftig rollt, engagiert der regenerierende Degenerierte hier zudem den bunten Haufen Freaks, den man auch schon aus der Reihe "Deadpool und die Söldner" kennt. Läuft bei Wade, sollte man meinen. Jedoch kommt sein plötzlicher Wandel zum Businessman bei seiner dämonischen Braut Shiklah nur bedingt gut an (um es mal freundlich zu formulieren) und zu allem Überfluss gibt sich dann auch noch ein mörderischer Deadpool-Doppelgänger die allergrößte Mühe, den Ruf des Originals zu ruinieren.

Alles in allem also erwartungsgemäß mal wieder jede Menge Chaos. Die Ausgangslage ist eher gewöhnungsbedürftig, aber auch nicht uninteressant. Storytechnisch hätte man hier und da sicherlich noch mehr rausholen können, aber wie das bei Deadpool oft so ist, lebt das Ganze zu großen Teilen halt eher von den absurden Einfällen, sowie den zumeist durchaus zündenden Gags. Totalen Neueinsteigern dürfte es hier teilweise vielleicht etwas zu unübersichtlich sein, aber wer sich zumindest halbwegs mit dem Söldner mit der großen Klappe auskennt, kann hier wirklich ruhigen Gewissens zugreifen. (elfo)

Seitenzahl: 132
Format: Softcover / limitiertes Hardcover
Preis: 12,99 € / 22 €
Verlag: Panini Comics
Cover-Copyright: Panini Comics / Marvel
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